FC Grün-Weiß Piesteritz e.V.
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Kollektives Freudentänzchen bei Grün-Weiß Piesteritz

Philipp Scopp, 12.12.2016

Kollektives Freudentänzchen bei Grün-Weiß Piesteritz

Wittenberg

Gewinnen macht glücklich! Die Verbandsliga-Kicker des FC Grün-Weiß Piesteritz beendeten mit einem 2:1-Auswärtserfolg bei Blau-Weiß Zorbau ihre Negativserie und bildeten nach dem Abpfiff sofort einen kollektiven Tanzkreis. „Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen“, sagte Maik Trollmann, der zusammen mit Dennis Kögel und Michael Müller die Mannschaft am Samstag betreute.

Denn Co-Trainer Jan Lindemann stand zwischen den Pfosten, Chefcoach Heiko Wiesegart hielt auf dem Platz die Abwehr zusammen. „Die Truppe hat einen tollen Kampfgeist gezeigt“, so der 30-Jährige weiter, der sich nach dem Tänzchen auf eine schöne Rückfahrt freute.

„Es wird nicht nur Brause geben. Jeder hat sich eine Flasche Bier verdient“, meinte er und blickte noch einmal auf die Partie zurück. „In den letzten zehn Minuten hat der Gegner alles auf eine Karte gesetzt. Ich habe es an der Seitenlinie vor Aufregung kaum ausgehalten“, so Trollmann, der offen zugab, dass ihn der Job gestresst hat. 

Kögel ergänzte, dass Piesteritz die größere Portion Siegeswillen in die Waagschale geworfen hat. Deshalb sei der Erfolg auch verdient gewesen. Vor allem in der Zentrale ist ordentlich die Post abgegangen. Der zweifache Torschütze Florian Freihube und Kevin Redlich haben sich super ergänzt und die entscheidenden Akzente gesetzt.

 

Insgesamt, so seine Einschätzung, habe sich jeder beim FC Grün-Weiß bemüht, einen Schritt eher am Ball als der Gegner zu sein.

Kögel, der eigentlich Mannschaftsleiter ist, betonte, dass Chefcoach Heiko Wiesegart seinen Jungs vor dem Anpfiff eingeschärft hat, füreinander zu kämpfen und die Kommunikation auf dem Platz konstant hochzuhalten. Bis zur 20. Minute neutralisierten sich beide Teams. Nennenswerte Möglichkeiten bekamen die 110 Zuschauer nicht zu sehen.

Piesteritz setzte auf kontrollierte Offensive und überließ Zorbau die Spielgestaltung. „Es hat funktioniert. Unsere Nadelstiche waren vom Feinsten“, meinte Kögel. Nach einer Ecke von Redlich sorgte Dennis Marschlich, der sich nach seiner starken Fußprellung kurzfristig gesund gemeldet hatte, für den ersten Aufreger (25.). Dessen Kopfball zischte über den Querbalken des Zorbauer Gehäuses.

Sechs Minuten später erzielten die Volkspark-Kicker den Führungstreffer. Diesmal landete das Leder nach einer Ecke Redlichs auf dem Kopf von Grün-Weiß-Kapitän Florian Freihube, der in diesem Moment seine ganze Stärke ausspielte (31.). „Wir haben danach eigentlich mit wütenden Angriffen des Kontrahenten gerechnet“, so der Teamleiter des FC, doch die gut gestaffelte Abwehr habe den Ball von der Gefahrenzone fern gehalten.

Kögel betonte, dass Wiesegart und Lindemann in der Pause ihre Schützlinge ermuntert haben, konzentriert weiterzuspielen und die Spannung hochzuhalten. Piesteritz erwischte einen Traumstart. Marschlich wirbelte durch Zorbaus Abwehr und konnte nur per Foulspiel gestoppt werden. Den fälligen Elfmeter knallte Freihube ins Netz. Torwart Nico Wasewitz war machtlos (48.).

Die Volkspark-Elf machte in der Folgezeit die Räume dicht, verteidigte den 2:0-Vorsprung mit viel Leidenschaft und lauerte auf Konter. „Es war nicht immer schöner Fußball“, blickte Kögel zurück, der nach drei Niederlagen in Folge jedoch Verständnis für diese Maßnahme zur Absicherung des Ergebnisses hatte.

Der Anschlusstreffer für den Aufsteiger fiel nach einem Freistoß. Den Schuss von Alexander Palme fälschte die Mauer des FC unglücklich ab (80.).

FC Grün-Weiß Piesteritz: Jan Lindemann, Maximilian Arlt (64. Alexander Wirth), Richard Held, Sascha Prüfer, Brian-Lucas Körnicke, Tom Polaszek, Florian Freihube, Heiko Wiesegart, Jonny Karaschewski (61. Sebastian Töpfer), Kevin Redlich, Dennis Marschlich (mz)


Quelle:Mitteldeutsche Zeitung, 12.Dezember 2016