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FC Grün-Weiß Piesteritz empfängt Edelweiß Arnstedt

Philipp Scopp, 19.11.2016

FC Grün-Weiß Piesteritz empfängt Edelweiß Arnstedt

Wittenberg

Maik Trollmann will zusammen mit den anderen Vorstandsmitgliedern in der Winterpause endlich Nägel mit Köpfen machen. Gesucht wird ein Torwart, der in das Anforderungsprofil „tauglich für die Verbandsliga“ passt. Da Stammkeeper Marvin Kleinschmidt (krank) dem Fußballclub Grün-Weiß Piesteritz am Sonnabend im Heimspiel gegen den SV Edelweiß Arnstedt (Anstoß, 14 Uhr) nicht zur Verfügung steht, muss Co-Trainer Jan Lindemann erneut die Torwarthandschuhe überstreifen.

„Es laufen Gespräche mit zwei, drei geeigneten Kandidaten“, verrät Trollmann, der weiß, dass es der Vereinsführung bald gelingen muss, die Lücke hinter Kleinschmidt zu schließen. Lindemann gehört seiner Ansicht nach immer noch zu den besten Verbandsliga-Keepern, doch sportlich steht er im Spätherbst seiner Karriere (38).

„Wir können uns auf ihn verlassen. Er strahlt aufgrund seiner Routine absolute Sicherheit aus. Doch als Dauerlösung ist es nicht gedacht“, so der frühere Kapitän der FC-Reserve, dem derzeit sein Job im Verein „so richtig Spaß“ macht.

Dies hängt vor allem mit der Tatsache zusammen, dass die Verbandsliga-Kicker aus den letzten fünf Begegnungen zehn Punkte geholt haben und gleichzeitig vom Tabellenkeller ins Mittelfeld vormarschiert sind. „Die Stimmung ist bestens“, sagt Trollmann, der die gesamte Mannschaft für ihren Trainingsfleiß lobt.

Der Knackpunkt für ihn war das 8:1 bei Börde Magdeburg. Am 15. Oktober haben die Fußballer aus dem Volkspark erkannt, dass sie besser als ihr Ruf sind. Für die folgenden Partien bis zum Ende der Hinrunde macht der 30-Jährige eine ziemlich einfache Rechnung auf. „Die Mannschaft muss so viele Punkte wie möglich holen, dann ist das Saisonziel Platz neun auf jeden Fall zu schaffen.“

Den nächsten Dreier sollen die Grün-Weißen am Sonnabend im Heimspiel gegen Arnstedt holen. So lautet Trollmanns Plan. Kevin Redlich, Sascha Prüfer und Jörg Steiner, die beim 1:0-Sieg in Burg gefehlt haben, sind allesamt mit von der Partie. Patrick Pfeifer steigt nach seiner Knieoperation wahrscheinlich in der Rückrunde in den Spielbetrieb ein, im Fall Michael Müller (Kreuzbandoperation) ist die Prognose pessimistischer. „Da müssen wir abwarten“, meint der frühere FC-Kicker.

Gegner Edelweiß Arnstedt (9.) hat die gleiche Bilanz wie Tabellennachbar FC Grün-Weiß (8.) aufzuweisen. Je vier Siege, zwei Remis plus vier Niederlagen stehen auf den Konten beider Teams. Nur im Torverhältnis sind die Schützlinge des Piesteritzer Trainer-Duos Heiko Wiesegart /Jan Lindemann besser (21:22 zu 13:18). In der vergangenen Woche hat die Truppe von Coach Thomas Vollmann Schlusslicht Askania Bernburg II 2:0 geschlagen.

Apropos Arnstedt: Da war doch was?! In der vergangenen Saison hat der FC nach holprigem Start dort mit einem 4:3-Erfolg die Trendwende eingeläutet. Beim 2:4 im Rückspiel war der Klassenerhalt längst in trockenen Tüchern. FC-Pressesprecher Philipp Scopp streicht vor dem Anpfiff vor allem die Vorzüge der Piesteritzer Mannschaft heraus.

„Wir besitzen nach Romonta Amsdorf den zweitbesten Angriff in der Liga. Die Truppe ist in den letzten Wochen sehr erfolgreich gewesen und wird daher sehr selbstbewusst auftreten.“ Dem ehemaligen Angreifer ist es nicht entgangen, dass sich der SV Edelweiß ebenfalls im Aufwind befindet. „Arnstedt hat seine drei letzten Spiele gewonnen. Die werden uns das Leben bestimmt schwer machen. Da heißt es: Von Anbeginn Flagge zeigen.“

Nach dem Schlusspfiff werden bis 17 Uhr die Eintrittskarten für die Grün-Weiß-Nacht, die am 3. Dezember steigt, verkauft. (mz)

 

 


Quelle:Mitteldeutsche Zeitung, 18.11.16