FC Grün-Weiß Piesteritz e.V.
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Happy End nach kurzem Tief

Philipp Scopp, 31.10.2016

Happy End nach kurzem Tief

Die Fans stehen hinter der Bande und warten geduldig auf die Spieler ihres Lieblingsvereins. Abklatschen nach dem zweiten Heimsieg lautet das Wunschprogramm. „Er ist vielleicht ein Tor zu hoch ausgefallen“, sagt der Piesteritzer Trainer Jan Lindemann nach dem 4:1-Erfolg gegen den 1. FC Bitterfeld-Wolfen, der dem Gegner phasenweise optische Vorteile zugesteht. „Wir haben es nach dem 2:0 verpasst, den Deckel drauf zu machen“, so der Coach des FC Grün-Weiß weiter. Deshalb sei die Verbandsliga-Partie nach dem Anschlusstreffer des 1. FC noch einmal richtig spannend geworden. „Im Endeffekt waren unsere Stürmer effektiver“, so Lindemann. „Und es war eine tolle Mannschaftsleistung“, ergänzt Vorstandsmitglied Maik Trollmann. Gäste-Coach Torsten Brinkmann betont nach dem Schlusspfiff, dass er enttäuscht ist. „In der ersten Halbzeit sind wir besser gewesen. Das Foul, das zum Strafstoß geführt hat, war völlig unnötig. Nach dem Wechsel ist es uns zu selten gelungen, zum Abschluss zu kommen. Nach dem Anschlusstreffer waren wir dichter am 2:2 dran als Piesteritz am 3:1.“

Spannende Anfangsphase


Die 74 Zuschauer sehen zunächst ein sehr munteres Fußballspiel. Der Ex-Piesteritzer Robert Römer bringt die grün-weiße Abwehr mit schnellen Sprints über die rechte Seite mehrfach in die Bredouille, Teamkollege Dawid Ambroziak, der auch schon das Trikot der Volkspark-Elf getragen hat, kommt stets einen Schritt zu spät (1., 7.). Auf der Gegenseite fehlt Dennis Marschlich die passende Schuhgröße, um das Leder nach Pass von Florian Freihube zu erreichen (8.). Danach verflacht die Partie. Viele Zweikämpfe im Mittelfeld prägen diese Phase, Spannungsmomente besitzen Seltenheitswert. In der 30. Minute holt Gäste-Verteidiger Tom Richter den Piesteritzer Angreifer Dennis Marschlich im eigenen Strafraum von den Beinen. Schiedsrichter Tristan Tauché entscheidet auf Elfmeter. Freihube lässt sich die Chance zum 1:0 nicht entgehen. Der FC Grün-Weiß bleibt am Drücker. Jörg Steiner (36., 40.) überprüft zweimal den Leistungsstand von Keeper Kevin Krüger (Bitterfeld-Wolfen). Ambroziak vergibt die letzte Möglichkeit vor dem Wechsel. Sein Schuss zischt am Pfosten vorbei (43.).

Im zweiten Abschnitt sind die Piesteritzer sofort präsent. Sekunden nach Wiederanpfiff trifft Sascha Prüfer die Querlatte des gegnerischen Gehäuses, Richard Held knallt das Leder nach Pass von Jonny Karaschewski zum 2:0 ins Netz (59.). „Gute Laufwege, gutes Spiel“, ruft Spielertrainer Heiko Wiesegart dem Duo zufrieden über den Platz hinweg zu.

Gegner wird stärker
Bitterfeld-Wolfen reagiert sofort und intensiviert seine Angriffsbemühungen. Ambroziak vergibt aus Nahdistanz (61.), Adam Tomasz Giesa (65.) überwindet den Piesteritzer Torwart Marvin Kleinschmidt. Zwei Minuten später steht Nico Scherz kurz vor dem Ausgleich. Doch der Piesteritzer Kevin Redlich blockt den Ball mit dem Körper. Der FC Grün-Weiß kriegt schnell die Kurve. Steiner setzt zum Solo über den ganzen Platz an, zeigt beim Abschluss seine Klasse und dreht Sekunden später zur Jubelrunde ab (74.). Der endgültige K.-o.-Schlag folgt kurz darauf. Nach exakter Flanke von Steiner wuchtet Prüfer das Leder per Kopfball in die Maschen (77.). Teamkollege Jonny Karaschewki hat in der Folgezeit (80., 86.) sogar das 5:1 auf dem Fuß, doch Krüger lässt sich nicht noch einmal bezwingen.

FC Grün-Weiß Piesteritz: Marvin Kleinschmidt, Florian Freihube, Heiko Wiesegart, Jörg Steiner (83. Alexander Wirth), Jonny Karaschewski, Richard Held, Brian-Lucas Körnicke (85. Caciel-Angelo Schönebeck), Kevin Redlich, Sascha Prüfer, Tom Polaszek, Dennis Marschlich (mz)

 


Quelle:Mitteldeutsche Zeitung, 01.November 2016