FC Grün-Weiß Piesteritz e.V.
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Erster Kandidat für Präsidenten im Visier

Philipp Scopp, 28.10.2016

Erster Kandidat für Präsidenten im Visier

Fans des Fußballclubs Grün-Weiß Piesteritz aufgepasst! Am Sonnabend soll es passieren. „Wir haben den ersten Vorschlag für einen möglichen Präsidentschaftskandidaten auf den Tisch bekommen“, sagt Vorstandsmitglied Maik Trollmann, der den Namen des „Auserwählten“ nicht verraten will. „Er kommt immer zu unseren Heimspielen. Wir werden ihn am Sonnabend ansprechen“, so der ehemalige Kapitän der Piesteritzer Reserve weiter, der persönlich hofft, dass es nach der Abwahl von Volker Neuberg noch weitere Bewerber auf den Posten geben wird.


Die kleine Piesteritzer Serie mit drei Spielen in Folge ohne Niederlage bringt der 30-Jährige nicht allein mit dem Schweigegelübde von Cheftrainer Heiko Wiesegart gegenüber der Presse in Zusammenhang. Sicher, sagt er, sei es für einen Übungsleiter in sehr schwierigen Phasen immer gut, in Ruhe zu arbeiten, doch andererseits hat die Mannschaft begriffen, dass sie den Kopf selber aus der Schlinge ziehen muss.

„Die Stimmung im Team ist derzeit sehr gut“, meint er und führt als Paradebeispiel die Party von Sascha Prüfer ins Feld. Dieser habe nach dem Match gegen Dölau (1:1) zusammen mit Mannschaft und Trainern im Volkspark seinen 30. Geburtstag gefeiert. „So muss es sein. So funktioniert ein Verein“, sagt Trollmann mit Stolz in der Stimme.

Sein Ärger über den verpassten Heimsieg gegen Dölau ist längst verschwunden. Das Vorstandsmitglied erzählt, dass es Piesteritz verpasst hat, nach dem Führungstreffer von Sascha Prüfer den Sack zuzubinden. Fünf Punkte aus den letzten drei Spielen sind aber auch kein Armutszeugnis.

Am Sonnabend um 14 Uhr erwarten die Grün-Weißen im Volkspark den 1. FC Bitterfeld-Wolfen. Das Team von Trainer Torsten Brinkmann steht mit sechs Zählern direkt vor dem Tabellenkeller und hat zwei Punkte weniger auf dem Konto als der FC aus Piesteritz (11.). „Sehr torreich sind die Duelle zwischen beiden Teams nie gewesen“, erinnert sich Trollmann.

Am 9. August 2014 sind die Kicker aus dem Wittenberger Stadtteil in Wolfen als 4:0-Gewinner vom Platz marschiert, die nächsten drei Partien endeten allesamt 0:0. Der 30-Jährige ist der Meinung, dass Bitterfeld-Wolfen aufgrund seiner Kompaktheit ein „schwer zu bespielender Gegner“ ist. „Unser Ziel kann nur Heimsieg heißen“, so Trollmann, der hofft, dass der FC schnell die gefährdete Zone verlässt und im gesicherten Mittelfeld überwintert. Bis auf die beiden langzeitverletzten Kicker Michael Müller und Patrick Pfeifer ist der Piesteritzer Kader komplett.

Am Sonnabend steigt im Volkspark noch eine zweite wichtige Sache. In den Programmheften liegt erstmals ein Zettel mit den Kandidaten für die Wahl zum Piesteritzer „Fußballer des Jahres 2016“. Diese können laut Pressesprecher Philipp Scopp nach erfolgter Kennzeichnung in der Geschäftsstelle abgegeben oder in den Briefkasten davor geworfen werden.

Eine Woche vor der traditionellen Grün-Weißen-Nacht, die am 3. Dezember im Reinsdorfer Gesundbrunnen über die Bühne geht, ist Annahmeschluss. „Diesmal wird es ein knapperes Rennen geben“, ist der frühere Kapitän überzeugt, der noch keinen Favoriten „auf dem Schirm“ hat. Im vergangenen Jahr setzte sich Kapitän Florian Freihube mit über 200 Punkten Vorsprung durch.

Der Pressesprecher vertritt in puncto Ausgang der Samstagspartie die gleichen Ansichten wie Trollmann. In dieser Phase sei es wichtig nachzulegen. Die Spieler haben sich mit zuletzt guten Leistungen das nötige Selbstvertrauen für die Aufgabe zweiter Heimsieg in dieser Saison geholt. „Das dritte 1:1 in Folge muss nicht sein. Ich bin optimistisch, dass die Serie gegen Bitterfeld-Wolfen reißt. Natürlich in die richtige Richtung.“ 


Quelle:Mitteldeutsche Zeitung, 28.Oktober 2016