FC Grün-Weiß Piesteritz e.V.
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Grün-Weiß knackt harte Nuss

Philipp Scopp, 06.06.2016

Grün-Weiß knackt harte Nuss

 

Das Verbandsligateam des FC Grün-Weiß Piesteritz hat am Sonntag in Oschersleben gewonnen. „Am Ende war es aber Schwerstarbeit“, schätzt Trainer Heiko Wiesegart nach dem knappen 1:0-Erfolg ein. Der Coach musste beim Absteiger selbst mit auflaufen. „Kein Problem. Wir waren personell nicht gut dabei. Da bin ich gern eingesprungen.“ Wiesegart konnte so hautnah miterleben, wie Oschersleben den Erfolg suchte. Die Hausherren standen tief und trugen wenig zum Spiel bei. „Verständlich“, meint Trainer Wiesegart. „Sie wollten zu Hause einen ordentlichen Saisonabschluss hinlegen. Da haben sie eben auf die Null gesetzt.“

Piesteritz tat sich schwer damit, das Abwehrbollwerk zu knacken. Die Grün-Weißen liefen und bekamen erst mit zunehmender Spieldauer und bei sichtlich nachlassender Kondition der Oscherslebener ihre Chancen. Nur konnten weder Michael Müller noch Sascha Prüfer oder der sonst eigentlich so treffsichere Dennis Marschlich den wirklich gut aufgelegten Oscherslebener Keeper Martin Rothämel überwinden.

Respekt zollt Wiesegart der Leistung beider Schlussleute. Denn auch der Piesteritzer Torwart Jan Lindemann musste mehrfach Können beweisen. Oschersleben setzte auf länge Bälle und bediente damit die Offensivabteilung um Benjamin Sacher und Fousseini Imorou. Lindemann war jedoch die sichere Bank.

Mehr als eine Stunde rannten die Piesteritzer gegen Oschersleben an, dann gab es den erhofften Erfolg. Wieder war eine langer Ball der Ausgangspunkt für Torgefahr. Ein langer Abschlag wurde von Brian-Lucas Körnicke aufgenommen und direkt zu Dennis Marschlich weitergeleitet.

Der beste Piesteritzer Torschütze marschierte Richtung Oscherslebener Gehäuse und machte dort wirklich alles perfekt. „Da darf man als Trainer auch schon mal ein großes Lob verteilen“, meint Heiko Wiesegart. Der Coach ist angetan vom „Tor mit Auge“, das Marschlich nach 68 Minuten erzielte. Der Goalgetter der Grün-Weißen nahm den Ball an, schaute und umkurvte SC-Schlussmann Martin Rothämel mustergültig. Das Tor war Marschlichs zehnter Saisontreffer.

Die Freude über den Sieg ist groß im Piesteritzer Lager. Zumal sich die Grün-Weißen den Erfolg schwer erarbeiten mussten. „Beharrlichkeit hat sich heute für uns ausgezahlt“, stellt Wiesegart fest. Einen kleinen Makel will er dennoch nicht unerwähnt lassen. „In Spielen wie diesen muss jede Chance genutzt werden. Da gibt es nicht viele.“

Die mangelnde Chancenverwertung hat sich gegen Oschersleben nicht gerächt. Zum Saisonfinale gegen Haldensleben in einer Woche könnte das ganz anders sein. (mz)

FC Grün-Weiß Piesteritz: Jan Lindemann, Tom Polaszek, Daniel Gallin, Heiko Wiesegart, Richard Held, Michael Müller (66. Alexander Bergner), Sascha Prüfer, Christoph Düsedau, Brian-Lucas Körnicke, Kevin Redlich, Dennis Marschlich (83. Valentin Arlt)


Quelle:Mitteldeutsche Zeitung, 06.Juni 2016