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Der Top-Favorit zittert sich ins Finalturnier

Philipp Scopp, 17.01.2016

Der Top-Favorit zittert sich ins Finalturnier

WITTENBERG. 

Die letzten Tickets für die Fußball-Hallenkreismeisterschaft sind vergeben. Dabei qualifizieren sich Abtsdorf und Seegrehna - sie gewinnen alle Partien ihrer Vorrundengruppe - souverän. Als Zweite sind eine Runde weiter der Topfavorit Piesteritz und Einheit Wittenberg. Doch beide müssen bis zur letzten Sekunde zittern. Es herrscht Dramatik pur in der Wittenberger Turnhalle am Berufsschulzentrum. Am Samstag-Nachmittag ist kein Platz mehr frei, als die Duelle der sogenannten Hammergruppe ausgetragen werden.

Dabei macht zunächst Verbandsligist Piesteritz - unter anderem mit Brian-Lucas Körnicke, Christoph Düsedau, David Möbius und Valentin Arlt - alles andere als eine gute Figur. In ihrem letzten Spiel wird aber Gräfenhainichen 2:1 geschlagen. Damit sind die Heidestädter aus dem Rennen, und auch der Sieger jubelt nicht. „Nach der 2:4-Niederlage zuvor gegen Victoria dachte niemand mehr ans Weiterkommen“, so FC-Sprecher Philipp Scopp. Aber zwei Partien stehen noch aus.

Zunächst hat Bergwitz die Chance, sich zu qualifizieren. Dazu muss Zschornewitz II mit sechs Toren Differenz geschlagen werden. Das Team von Mario Göttert liegt beim 4:0 auf Kurs, ehe kurz vorm Abpfiff das Schlusslicht noch auf 2:4 verkürzt. In der letzten Partie reicht Victoria Wittenberg ein Zähler gegen Abtsdorf für den zweiten Platz. Zwei Ex-Piesteritzer stehen dabei im Fokus. Andreas Thöner bringt Victoria in Front. Wie wird nun der Abtsdorfer Olaf Aßmann reagieren? Der Trainer lässt auf Sieg spielen. „Alles andere ist doch unfair. Wir wollen jedes Spiel gewinnen“, sagt der Übungsleiter. Und das Vorhaben gelingt beim 2:1. Damit ist Piesteritz ein Törchen besser als Victoria und verfügt auch gegenüber Bergwitz (alle sieben Punkte) über das bessere Torverhältnis.

In der Gruppe am Vormittag ist es noch dramatischer. Die letzte Begegnung ist das Finale im Kampf um den zweiten Platz. Einheit Wittenberg muss gewinnen. Reinsdorf reicht ein Remis. Es steht Sekunden vor Schluss 1:1. Für die stimmungsvollen Reinsdorfer Fans läuft alles nach Plan. Doch ein lehrbuchreifer Konter bringt das 2:1 für Einheit. „Besser geht es nicht“, jubelt der überglückliche Torschütze Tommy Uhlig. Marcus Kleber hat das ganz anders gesehen.

Für den Reinsdorfer Trainer hat ein nicht gepfiffenes Foul den Tempogegenstoß erst ermöglicht. Darüber diskutiert der Übungsleiter noch lange nach der Partie mit dem Referee. In dieser Gruppe trumpft Kreisligist Prettin stark auf. „Die Kicker haben keine eigene Halle, konnten also nicht trainieren, und haben trotzdem als eine der ersten Teams für die Meisterschaft gemeldet. Sie wollten sich eben auch mal in der Halle ausprobieren“, so Wittenbergs Fußballpräsident, Achim Golly. Der Mut wird belohnt mit Erfolgen über Abtsdorf II und Linda sowie dem Remis gegen Einheit. Das ist Platz vier hinter Linda. (mz)


Quelle:Mitteldeutsche Zeitung, 18.Januar 2016