FC Grün-Weiß Piesteritz e.V.
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Spielberichte aus Sicht von Bautzen und Gröbern

Christoph Springer, 07.05.2014

Spielberichte aus Sicht von Bautzen und Gröbern

Spielbericht von Budissa Bautzen

Budissa kann in Piesteritz nicht gewinnen

Die Stimmung im Bus auf der Rückfahrt passte zum Ergebnis und zum heutigen Wetter. Budissa Bautzen kehrt mit einer 0:2 Niederlage vom potentiell abstiegsbedrohten FC Grün-Weiß Piesteritz nach Bautzen zurück. Heute gab es die erste Auswärtsniederlage der Saison und das erste Spiel ohne selbst erzieltes Tor. Dabei hätte der Gast aus der Oberlausitz bereits im ersten Durchgang für klare Verhältnisse sorgen können – ja müssen! Denny Krahl und Petr Novotny hatten jeweils die Führungstore auf dem Fuß, doch vor dem Kasten versagten die Nerven bzw. fehlte die Cleverness. Die Gästeabwehr zusammen mit ihrem Torhüter kaufte den beiden Budissen den Schneid ab. Diese Aktionen gaben den Gastgebern Mut und Auftrieb, und fortan spielten sie frech mit und versuchten mit ihren Mitteln zum Erfolg zu kommen. Ein offensichtlicher Unterschied zwischen Tabellenführer und Drittletzter der Tabelle war bis zur Pause kaum zu erkennen. Beide Kontrahenten kamen unverändert aus der Kabine. Von den Bautzenern erwartete man nun ein Feuerwerk im Angriff, um die Verhältnisse gerade zu rücken. Doch die Piesteritzer ließen dies kaum bis gar nicht zu, machten die Räume sehr eng und schlossen die Lücken, die die Budissen suchten, um den Ball in die Spitze zu spielen. Chancen ergaben sich zwar für den Tabellenführer, doch wieder wurden alle Möglichkeiten vergeben, auch wenn sie noch so aussichtsreich waren. Dafür machten es die Gastgeber besser und unkomplizierter. Das 1:0 fiel in der 66. Minute, als der Torschütze von halbrechts den Ball an Ronny Schmidt vorbei in die Maschen drosch. Das Bemühen zum Ausgleich konnte man den Budissen wahrlich nicht absprechen. Sie versuchten alles und gingen viele und weite Wege, doch der Gegner stand sehr eng und machte alles dicht. Der KO-Schlag kam dann kurz vor Abpfiff. Nach einem Allerweltszweikampf zwischen Karel Vrabec und seinem Gegenspieler, ließ sich der Piesteritzer Stürmer im Strafraum fallen und bekam, was er wollte – den Elfmeter. Ronny Schmidt war zwar in der richtigen Ecke, doch der Ball war scharf geschossen und landete somit unhaltbar im Netz. Da schrieb man die 87. Spielminute. Budissa geht geschlagen aus der Partie und hilft somit unfreiwillig den Piesteritzern zum eventuellen Klassenerhalt. Thomas Hentschel hat nun die schwere Aufgabe, das Team wieder aufzubauen und die Köpfe der Spieler von dieser Niederlage frei zu bekommen. Am nächsten Spieltag kommt Dynamo II nach Bautzen, was nicht unbedingt eine leichte Aufgabe wird. Dennoch, Budissa führt die Tabelle weiter an und hat noch alles selbst in der Hand. Wir sollten alle zuversichtlich sein und gemeinsam an das große Ziel glauben! Es ist zu schaffen!

Quelle Homepage Budissa Bautzen

 

 Spielbericht von Gröbern:

Es gab kein langes Abtasten, sofort ging es zur Sache. Piesteritz mit bekannter Taktik, lange Bälle auf die schnellen und wendigen Stürmer. Der HSV stellte sich gut darauf ein und versteckte sich nicht. Die erste Chance im Spiel für den HSV, Bert Hintersdorf setzte seinen Kopfball etwas zu hoch an. In der 15. Minute entschärfte Chris Liebers den ersten Schuß auf sein Tor. Fast im Gegenzug eine gute Gelegenheit für Marc Stockmann, doch er konnte sie nicht nutzen. Piesteritz übernahm mehr und mehr das Kommando. Der HSV ließ sich zu weit nach hinten drängen, die Wege für Konter wurden weit. Auffällig bei Piesteritz, die gut getretenen Eckbälle, die viel Gefahr brachten in den Strafraum der Gröberner. Es gab sehr viele davon, zu viele. HSV Coach Hagen Giese hatte davor noch gewarnt, doch manchmal ging es eben nicht anders. Das 0:1 in der 32. Minute entstand nach einem Eckball, die Abwehr des HSV war uneinig und Michael Müller nutzte das aus. Der HSV nach dem Gegentor wieder um mehr Spielanteile bemüht. Man machte die Räume eng und setzte Nadelstiche gegen die nicht zimperliche Piesteritzer Abwehr. Es ging dann mit dem knappen Rückstand in die Pause. Man spürte in diesem Spiel, es könnte etwas gehen für den HSV, die Übermannschaft war Piesteritz auf keinen Fall. Nach der Pause kam, wie im letzten Spiel, Ingo Müller in die Partie. Sein schnelles Spiel nach vorn und sein Einsatz waren jetzt gefragt. Sofort kam mehr Linie ins HSV Spiel. Piesteritz blieb bei seiner Taktik, die langen Bälle segelten weiterhin Richtung HSV Tor. Der HSV dabei ab und zu im Glück, weil einige Bälle nur knapp ihr Ziel verfehlten. Aber der HSV schwamm sich frei. In der 58. Minute holte Tim König Sebastian Hartmann im Piesteritzer Strafraum von den Beinen. Schiedsrichter Knick pfiff sofort Strafstoß. Seit kurzem gibt es ja mit Marc Stockmann einen sicheren Schützen in den Reihen des HSV und auch diesmal ließ er sich die Chance zum umjubelten Ausgleich nicht nehmen, 1:1. Der HSV blieb gleich mal am Drücker. Sebastian Hartmann spielte die Piesteritzer Abwehr aus und erzielte aus spitzem Winkel das 2:1 für den HSV! Der HSV im Jubelrausch, es dauerte etwas, bis man Sportfreund Hartmann eingefangen hatte. Piesteritz, sichtlich beeindruckt, brauchte einige Zeit, um den Rückstand zu verarbeiten. Der Favorit setzte sich wieder in der HSV Hälfte fest und spielte Powerplay. Die Eckbälle blieben ihre beste Waffe. Zweimal gelang es den HSV Abwehrspielern, den Ball von der Linie zu schlagen. Dann bekam Abwehrchef Denis Seliger einen Ball an die Hand, und Schiedsrichter Knick zeigte erneut auf den Punkt. Der  Piesteritzer Kapitän Maik Trollmann schoss mittig aufs Tor und Chris Liebers war noch dran. Doch die Kugel schlug im HSV Tor ein, 2:2 nach 75 Minuten. 78. Spielminute, ein langer Ball in den Piesteritzer Strafraum. Die Abwehr traf den Ball nicht, aber dafür Andreas Wolfensteller! Dritter Strafstoß! Wieder legte sich Marc Stockmann die Kugel zurecht, erneut ließ er Jan Lindemann im Piesteritzer Kasten keine Chance. Der HSV wollte mehr, dabei entwischte ihnen in der 81. Minute auf unerklärliche Weise Grün-Weiß Stürmer Jonny Karaschewski. Dieser nagelte den Ball zum 3:3 unter die Latte. Nun setzte der Favorit alles auf eine Karte, schnürte den HSV in der eigenen Abwehr ein. Wieder so ein Eckball segelt Richtung HSV Tor, und Chris Liebers machte eine unglückliche Figur dabei. Erneut war Michael Müller zur Stelle und machte das 3:4. Es gelang dem Favoriten aus Piesteritz noch, diese Partie zu drehen. Es war eine Partie auf sehr hohem Niveau, spannend bis zur letzten Sekunde, und der HSV forderte den Aufstiegsaspiranten viel mehr als vielleicht erwartet. Die HSV-Akteure waren nach dem Abpfiff sehr enttäuscht.   Fazit HSV Coach Hagen Giese: Meine Mannschaft machte ein tolles Spiel, brachte sich aber durch eigene Fehler um den verdienten Lohn eines Punktgewinns.

 

Quelle Homepage HSV Gröbern